Zeichnung: Der mittelalterliche Friedhof der jüdischen Gemeinde auf dem Stadtplan von J. M. Dedekind von 1675

Der mittelalterliche Friedhof der jüdischen Gemeinde auf dem Stadtplan von J. M. Dedekind von 1675

Der mittelalterliche jüdische Friedhof

Am Moritztor, an der heutigen Großen Ackerhofsgasse, lag im Mittelalter der Friedhof der jüdischen Gemeinde von Erfurt. Er befand sich außerhalb des von Juden bewohnten Gebietes, wie es ihr Glaube vorschreibt.
Seit wann der Friedhof bestand, kann nicht genau bestimmt werden. Es ist aber wahrscheinlich, dass hier seit der Anfangszeit der Gemeinde bestattet wurde. Die ältesten noch heute erhaltenen Grabsteine stammen aus dem 13. Jahrhundert.
Nach der Ausweisung der Erfurter Juden 1458 wurde auch der Friedhof eingeebnet und hier die städtische Scheune und später der große Kornspeicher errichtet. Die Grabsteine wurden als Baumaterial im gesamten Stadtgebiet verwendet, wo sie bis heute in Gebäuden oder im Straßenbelag aufgefunden werden. Eine Auswahl dieser mittelalterlichen Steine werden ab 2009 im Hof der Alten Synagoge gezeigt werden.

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