Die Projektbeschreibung
Kurzfassung
Stehen bleiben und (Nach-)Denken.
Es ist an der Zeit, stadtweit Orte des Gedenkens an deportierte und ermordete Erfurter Bürgerinnen und Bürger jüdischer Herkunft als Teil der städtischen Erinnerungskultur zu schaffen.
I. Namen.
Alle Erfurter und Erfurterinnen jüdischer Herkunft werden dem Vergessen entrissen, indem ihre Namen an einem zentralen Ort des Gedenkens und Erinnerns genannt werden.
II. Orte.
Exemplarisch werden Orte kenntlich gemacht, die als Stätten der Demütigung, des Leidens, der Gewalt und Deportation missbraucht wurden.
III. Schicksale.
Auf dieser dritten Ebene geht es um ästhetisch anspruchsvolle und individualisierte Objekte des Gedenkens in möglichst unmittelbarer Nähe der Lebens- und Wirkungsstätten Betroffener. Die erinnerten Personen erhalten so ihr Gesicht zurück und werden aus der Anonymität heraus gehoben. Als Opfer von Ausgrenzung, Verfolgung, Terror und Massenmord steht ihr persönliches Schicksal exemplarisch für die Leidenswege vieler Unbekannter.
Einbettung
Das Gesamtprojekt sollte eingebunden werden in ein Netzwerk von Einrichtungen jüdischen Lebens in Erfurt, um Nachhaltigkeit zu erreichen.
Begleitende Maßnahmen
Als begleitende Maßnahmen sind Aktionen, Denktage und Schulprojekte erwünscht. Aufklärungs- und Vermittlungsarbeit ist unverzichtbar, um Namen, Orte und Schicksale zum Sprechen zu bringen.
"Une idée fait son chemin" – eine Idee bahnt sich ihren Weg
"Une idée fait son chemin" – eine Idee bahnt sich ihren Weg
Rosemarie Bechthum
Ines Beese
Elfriede Begrich
Rüdiger Bender
Dr. Martin Borowsky
Dr. Helma Bräutigam
Thomas Fuchs
Josephine Hage
Dr. Jutta Hoschek
Joachim Jaeger
Joachim Kaiser
Clemens Kestel
Dr. Jutta Lindemann
Wolfgang Nossen
Michael Panse
Dr. Holger Poppenhäger
AG "Denk Mal Aktiv" des Ratsgymnasiums
Peter Reif-Spirek
Birte Röder
Dr. Aribert Rothe
Dr. Eckardt Schörle
Dr. Annegret Schüle
Hartmut Topf
Blanka Weber
Dr. Olaf Zucht